In der Entwicklerrunde sind die meisten ordentlichen Mitgliedern mit einem oder mehreren Mitarbeitern aus der Softwareentwicklung vertreten. Je nach Thema wurden unterschiedliche Arbeitsgruppen eingerichtet, die nach Bedarf – meist mehrmals jährlich – tagen.
Arbeitsinhalt ist die Weiterentwicklung der Schnittstellen des VDDS, deren Einbindung in die einzelnen Softwareprodukte und die Umsetzung von Ergebnissen anderer Arbeitsgruppen.
Arbeitsgruppe VDDS-RZ
Die Arbeitsgruppe VDDS-RZ betreut die Spezifikation und Weiterentwicklung der Abrechnungsschnittstellen zwischen Praxisverwaltungssystemen (PVS) und Abrechnungsgesellschaften. Neben der Pflege der bestehenden VDDS-RZ-Schnittstelle liegt der Fokus aktuell auf der flächendeckenden Einführung der neuen, XML-basierten Version 3 (VDDS RZ XML), deren Umsetzung bis zum 1. April 2026 abgeschlossen sein soll. Die bisherige Schnittstelle bleibt nutzbar, doch neue technische Entwicklungen erfolgen ausschließlich in der VDDS RZ XML.
Darüber hinaus werden gesetzliche Änderungen kontinuierlich eingearbeitet, Interpretationsspielräume durch gezielte Ergänzungen geklärt und Lösungen in Abstimmung mit den Mitgliedern abgestimmt.
Auch die Schnittstelle VDDS-RZ-CLIENT, die für die Kommunikation mit Verrechnungsstellen dient, wird von der Arbeitsgruppe gepflegt und weiterentwickelt.
Arbeitsgruppe VDDS-media
Die Arbeitsgruppe VDDS-media beschäftigt sich mit dem standardisierten Datenaustausch von Multimediaobjekten zur Programmlaufzeit. Für diesen Zweck wurde vom VDDS die Schnittstelle VDDS-media® geschaffen.
VDDS-media ist ein etablierter Branchenstandard, der inzwischen von zahlreichen Softwarelösungen namhafter Unternehmen im In- und Ausland genutzt wird.
Die Schnittstelle gilt als funktional und wird aktuell nicht weiterentwickelt. Dennoch begleitet die Arbeitsgruppe den Einsatz von VDDS-media weiterhin fachlich.
Erfreulicherweise sind inzwischen auch Vertreterinnen und Vertreter der Dentalindustrie in die Arbeitsgruppe eingebunden, um den Austausch zwischen Softwareanbietern und Geräteherstellern weiter zu stärken.
Arbeitsgruppe VDDS-DICOM
Arbeitsgruppe DICOM
DICOM (Digital Imaging and Communications in Medicine) ist der internationale Standard für die strukturierte Speicherung und Übertragung medizinischer Bilddaten – auch im dentalen Bereich. Ziel ist ein herstellerübergreifender, sicherer und nachhaltiger Datenaustausch zwischen bildgebenden Geräten und Praxissoftware.
Die VDDS-Arbeitsgruppe DICOM setzt sich dafür ein, diesen Standard auch in der Zahnmedizin zu etablieren und an nationale sowie internationale Vorgaben anzubinden. Zwar besteht keine gesetzliche Pflicht zur ausschließlichen Nutzung von DICOM, doch gilt es als empfohlener Standard im Rahmen von Qualitätssicherung und DIN 6862-2.
Zur Förderung der Interoperabilität haben Mitglieder des VDDS bereits erfolgreich Connectathlons durchgeführt, bei denen Bild- und Röntgensoftwarelösungen verschiedener Hersteller erfolgreich aufeinander abgestimmt wurden.
Arbeitsgruppe eLABZ
Die Arbeitsgruppe eLABZ beschäftigt sich mit der Standardisierung und Digitalisierung des Datenaustauschs zwischen Zahnarztpraxen und zahntechnischen Laboren. Ziel ist es, eine durchgängige, strukturierte und medienbruchfreie elektronische Kommunikation zwischen Praxissoftware (PVS) und Laborsoftware zu ermöglichen.
Gemeinsam mit dem VDZI und der KZBV hat die Arbeitsgruppe eLABZ den fachlichen Standard für diesen Datenaustausch entwickelt und das technische Grundgerüst geschaffen. Grundlage ist ein XML-basierter Datensatz, der neben Auftragsinformationen auch medizinische Hintergründe und patientenindividuelle Versorgungsziele übermittelt.
Der Standard unterstützt bestehende Abläufe in Praxis und Labor und ist zugleich offen für zukünftige Erweiterungen – ein wichtiger Schritt hin zur digitalen Vernetzung im zahnmedizinischen Bereich.
Die neue Vereinbarung sowie die zugehörige Anlage 3 stehen ab sofort unter folgendem Link zum Download bereit:
https://www.vdzi.de/TIVereinbarung
Arbeitsgruppe VDDS transfer
Die Arbeitsgruppe VDDS-transfer wurde ursprünglich mit dem Ziel gegründet, eine standardisierte Schnittstelle für den Wechsel von einem Praxisverwaltungssystem (PVS) zu einem anderen zu entwickeln. Ziel war es, einen deutschlandweiten, einheitlichen Datentransfer-Standard zu schaffen, der Zahnarztpraxen den Anbieterwechsel erleichtert und zugleich Datenverlusten und Medienbrüchen vorbeugt.
Dieses Vorhaben stieß auf breites Interesse: Die Thematik wurde von der gematik aufgegriffen und durch die KZBV inhaltlich erweitert. Das Ergebnis ist die sogenannte Systemwechselschnittstelle, die inzwischen in Version 2.0 veröffentlicht und in das ina-Verzeichnis der gematik aufgenommen wurde.
Die aktuelle Spezifikation steht unter folgendem Link zur Verfügung:
https://www.ina.gematik.de/fileadmin/user_upload/Systemwechselschnittstelle_Spezifikation_Version_2.0.pdf
Trotz dieser offiziellen Überführung bleibt die Arbeitsgruppe VDDS-transfer aktiv. Sie arbeitet weiterhin an der Qualitätssicherung des Datenaustauschs und an der Weiterentwicklung funktionaler Aspekte der Schnittstelle, um künftig noch umfassendere und praxisnähere Lösungen zu ermöglichen.



